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ANTIBIOTIKAEINSATZ IN DER TIERAUFZUCHT

Die Folgen des Antibiotikaeinsatzes in der Tieraufzucht

Erkranken Tiere während der Aufzucht, so kann es sein, dass diese mit Antibiotika behandelt werden müssen, um wieder gesund zu werden. Der Einsatz von Antibiotika kann daher in bestimmten Umständen notwendig sein. Eine zunehmende Industrialisierung in der Tierhaltung mit oft größer werdenden Ställen hat jedoch zu einem starken Anstieg des Einsatzes von Antibiotika geführt.

 

Noch immer kommen in der Nutztierhaltung große Mengen an Antibiotika zum Einsatz – teilweise auch die für uns Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika. Hierdurch ensteht ein großes Problem, denn der hohe Antibiotika-Einsatz in den Ställen ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der Hauptursachen, die zur Entstehung multiresistenter Keime führen.

 

Die Ansteckung mit einem multiresistenten Keim führt im schlimmsten Fall dazu, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Im Falle einer Krankheit fehlen den Ärzten dann die entsprechenden Mittel, um die Erreger zu bekämpfen. So können bereits vermeintlich harmlose Erkrankungen schwerwiegende Folgen haben.

Prof. Dr. Werner Solbach über multiresistente Keime

„Die beste Maßnahme, um die Entwicklung von Multiresistenzen zu verlangsamen, vielleicht sogar zu stoppen, ist, Antibiotika so wenig wie möglich einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Werner Solbach, ehemaliger Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Lübeck. Der Mediziner fordert, den Weckruf der WHO ernst zu nehmen und global der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen entgegenzutreten.

 

Im Video erklärt er, wie sich durch den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung Resistenzen entwickeln können, die auch für Menschen gefährlich werden können.

Wie entstehen multiresistente Keime?

Antibiotika werden auch in der Tierhaltung zur Bekämpfung von Krankheitserregern eingesetzt. Kommt ein Antibiotikum zum Einsatz, kann im Normalfall ein Großteil der Erreger abgetötet werden. Es kann jedoch vorkommen, dass einzelne Bakterien durch Mutationen im Erbgut Resistenzen gegen die eingesetzten Antibiotika entwickeln und dadurch nicht bekämpft werden können. Diese Resistenzen können dann an weitere Bakterien weitergegeben werden. Es gilt daher: Je häufiger daher Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt werden, desto wahrscheinlicher ist die Entstehung und Verbreitung von resistenten Keimen.

Aufzucht ohne Antibiotika: Wie funktioniert das?

Um der Verbreitung von multiresistenten Keimen entgegenzuwirken, muss ein grundsätzliches Umdenken stattfinden. Wir möchten mit Wurst aus 100% antibiotika-freier Aufzucht hier einen ersten Schritt gehen. Tiere ohne Antibiotika aufzuziehen, ist jedoch gar nicht so einfach und erfordert vor allem erfahrene und engagierte Landwirte, die viel Zeit mit der Fürsorge und Kontrolle der Tiere verbringen.

 

Wie die antibiotikafreie Aufzucht jedoch im Detail funktioniert, können die HerzensSACHE-Landwirte natürlich am besten selbst erklären. Deswegen haben wir den engagierten Landwirt Sigurd Christensen auf seinem Hof in Dänemark besucht. Er hat seinen Betrieb im Jahr 2015 auf antibiotikafreie Aufzucht umgestellt, da die Gesundheit von Menschen und Tieren für ihn eine HerzensSACHE darstellen und er einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen will.

Wussten Sie schon?
  • 2/3 der deutschen Verbraucher fühlen sich nur unzureichend gegen die Gefahr von multiresistenten Keimen geschützt.

  • Neben der Tiermedizin beeinflusst auch der Antibiotikaeinsatz beim Menschen die Verbreitung von multiresistenten Keimen.

  • Reserve-Antibiotika werden beim Menschen dann eingesetzt, wenn andere Mittel nicht mehr wirken.

  • Forschern gelang es, resistente Keime vom indischen Grundwasser bis in die Antarktis zurückzuverfolgen.

  • 2017 wurden in Deutschland über 700 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt.

Multiresistente Keime stoppen!

Stimmen auch Sie für eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Tieraufzucht.

Hans-Ewald Reinert, Initiator der Reinert HerzensSACHE:

Um den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung langfristig zu reduzieren, muss auch die Politik aktiv werden. Aus meiner Sicht braucht es eine rechtliche Grundlage und auch finanzielle Hilfen der Regierung, die es den Landwirten leichter machen, eine nachhaltige Aufzucht in ihren Betrieben umzusetzen, sodass erst gar keine Antibiotika nötig sind. Aus diesem Grund habe ich eine Petition gestartet, die den Verantwortlichen ins Gedächtnis ruft, welche Relevanz das Thema hat und wie wichtig ein schnelles und vor allem konkretes Handeln ist.

Sie haben noch Fragen?
Schreiben Sie uns

Reinert HerzensSACHE

Als Familienunternehmen in der dritten Generation ist es uns eine echte Herzenssache, den ersten Schritt hin zu mehr Verantwortung in der Tierzucht zu gehen. Daher setzen wir uns mit HerzensSACHE für eine nachhaltige Veränderung beim Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung ein. Werden auch Sie Teil der HerzensSACHE Familie!